Risikofaktor Mensch

Risikofaktor Mensch als unkalkulierbares „Restrisiko“?

Der Risikofaktor Mensch ist in den modernen hochtechnisierten Welten zu einem von den Technikern oft mit Unbehagen betrachtetes „Restrisiko“ geworden. Etwa jeder dritte Störfall an verfahrenstechnischen Anlagen wird durch die Bediener der Anlagen verursacht (www.umweltbundesamt.de/zema).
Der Risikofaktor Mensch ist aber auch bei vielen anderen Systemen zu beachten. Die Sicherheit von Stadien oder Versammlungsstätten, die Sicherheit im Straßenverkehr, die Risiken von Datendiebstahl und viele andere sind vom menschlichen Faktor abhängig.

Durch Arbeitsgestaltung, speziell der psychologisch fundierten ergonomischen Gestaltung von Mensch-Maschine-Systemen und durch Beachtung der Berufseignung bei der Personalauswahl werden Risiken minimiert.

Wenn es darum geht, ein Sicherheitskonzept oder Risikoanalysen für ein Unternehmen oder eine technische Anlage zu erstellen, dann berücksichtigen wir Gesetzmäßigkeiten der menschlichen Wahrnehmung, des Denkens und des Verhaltens. Durch die Beachtung dieser psychologischen Gesetzmäßigkeiten lassen sich Fehlhandlungen, Fahrfehler, falsche Reaktionen auf Gefahrensignale u. a. m. erheblich minimieren.

Mit einer systematischen Personalauswahl können wir eignungsbedingte Risikofaktoren aufdecken, die bei der Ausführung von Arbeitsaufgaben zu einem möglichen Arbeitskonflikt, zu Reklamationen, zu technischen Störungen oder Unfällen